Erste Einrichtung des Raspberry Pi – so gelingt sie.

Welches Zubehör braucht man?

Ein Raspberry-Pi ist allein nicht ausreichend, ein wenig Zubehör werdet ihr außerdem noch brauchen:

  • USB-Netzteil mit MicroUSB-Kabel (Typ A)
  • MicroSD-Karte mit mindestens 8GB Speicherplatz
  • eine stabile Internetverbindung zum herunterladen des Raspberry-Pi-Betriebssystems – dieses ist nicht vorinstalliert (siehe “Installation des Systems”)
  • ggf. ein Ethernetkabel
  • einen Netzwerkswitch (oder Router), an den ihr den Pi anschließt (per Ethernetkabel oder über WLAN)

Es gibt außerdem noch unzähliges weiteres Zubehör, das aber nicht jeder braucht – das hängt dann ganz davon ab, ob man besondere weitere Funktionen umsetzen möchte.

Empfehlenswert ist aber, sich ein Gehäuse und zumindest passive Kühlkörper für den Prozessor zu beschaffen, um den Verschleiß möglichst gering zu halten.

Installation des Systems

Habt ihr euren Raspberry Pi erhalten, muss darauf noch das Betriebssystem installiert werden. Für den Raspberry Pi existieren verschiedene Betriebssysteme. Ich empfehle allerdings zunächst die Verwendung des Standard-Systems “Raspbian”. Zum Download können Sie diese Seite besuchen und das System-Image herunterladen. Ich bevorzuge dabei die Variante mit empfohlener Software. Hier findet ihr auch alle weiteren Systeme für den Raspberry Pi.

Habt ihr das gewünschte System-Image heruntergeladen, muss es noch auf eine MicroSD-Karte geschrieben werden. Das funktioniert nicht per Drag-and-Drop. Ihr benötigt weitere Software, die bootfähige Speichermedien erzeugen kann. Ich verwende dazu gerne “Etcher” oder “Win32 Disk Imager” unter Windows, es gibt aber sicher noch einige weitere Alternativen.

Entpackt nun zuerst die heruntergeladene ZIP-Datei. Dadurch erhaltet ihr eine System-Image-Datei. Stecken Sie die MicroSD-Karte nun in das entsprechende Laufwerk des Computers. Ist kein solches Laufwerk vorhanden, so vergewissert euch, dass ihr einen passenden Adapter besitzt. Oft wird dieser sogar zusammen mit der MicroSD-Karte ausgeliefert. Öffnet nun das gewählte Programm zum Schreiben des Images auf die MicroSD-Karte. Wählt das Image und das SD-Karten-Laufwerk aus und bestätigt den Schreibvorgang. Nun ist kurzes Warten angesagt. Entfernt anschließend die beschriebene Karte und steckt sie in das dafür vorgesehene Laufwerk am Raspberry Pi.

Raspberry Pi – Fernzugriff einrichten

RaspberryPi GUI (Klicken zum Vergrößern)

Verbindet den Raspberry Pi mit einem Bildschirm und mit Maus und Tastatur. Richtet, falls kein Ethernetanschluss vorhanden ist, das WLAN-Netzwerk ein und ändert auf jeden Fall das Passwort in den Einstellungen unter “Raspberry-Pi-Konfiguration” > “System”. Aktiviert danach in den Einstellungen des Raspberry Pi unter “Raspberry Pi Konfiguration” > “Schnittstellen” zudem den Punkt “VNC”. In der rechten oberen Ecke, neben dem Bluetooth-Symbol erscheint nun das VNC-Icon. VNC dient dazu, jederzeit von einem anderen Computer auf den Bildschirm des Raspberry Pi zuzugreifen, selbstverständlich verschlüsselt und passwortgeschützt. Damit seid ihr nicht gezwungen, den Pi an einem stationären Bildschirm zu betreiben. Klickt auf das VNC-Symbol, erstellt einen RealVNC-Account und folgt den weiteren Anweisungen, um VNC einzurichten. Mit dem von euch gewählten Passwort könnt ihr euch nun von anderen Computern aus beim Raspberry Pi anmelden und auf dessen grafische Benutzeroberfläche zugreifen. Hat das alles funktioniert, benötigt ihr beim nächsten Start weder Maus, noch Tastatur oder Bildschirm zum Betrieb eures Raspberry Pi. Verbindet ihn einfach mit dem Stromnetz, um ihn mittels VNC-Viewer von einem anderen Computer aus zu steuern, sofern der Pi sich im eingerichteten WLAN-Netz befindet oder per Kabel mit dem Netzwerk verbunden ist. Am besten verwendet ihr die “Cloud-Funktion” von RealVNC (aktivierbar in den VNC-Einstellungen auf dem Pi). Dann könnt ihr auch außerhalb des Heimnetzwerks auf den Pi zugreifen, ohne weitere Maßnahmen wie Portweiterleitungen ergreifen zu müssen. Um sich lokal mit dem RasberryPi zu verbinden, tragt im VNC-Viewer dessen Hostname “raspberrypi” (falls nicht geändert) oder seine IP-Adresse ein. Wie ihr die IP-Adresse eines Netzwerkgerätes ermitteln könnt, habe ich bereits in diesem Beitrag unter “Wie wird mobil auf das laufende Programm zugegriffen?” beschrieben.

1 Kommentar

  1. Sehr gut beschrieben, nützlich und aufschlussreich.
    Übrigens kann jedes Smartphone mit Micro-SD Karten – Slot auch als Adapter für den PC genutzt werden 😉

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